10.10.2016

„z´tot g´fürcht
ischt o g´storba“

Eine fast unglaubliche Verletzungsserie hat der FC Nenzing derzeit zu verkraften. Neben den Langzeitverletzten Alex Grass (Tormann), Ueverton Da Silva, Lukas Türtscher, und Andre Jussel hat es nun auch Rochus Schallert (Aduktorenzerrung) und Marko Jovic (Seitenbandriß) erwischt. Beide werden wahrscheinlich im Herbst nicht auch nicht mehr spielen können und langsam gehen Trainer Markus Grass die Kaderspieler aus.

Trotz der vielen Ausfälle begann das Spiel in Lustenau vielversprechend, denn bereits in der 7. Minute konnte Hakan ÖZTÜRK einen Elfmeter zum 1 : 0 für Nenzing verwandeln. Lustenau war zwar spielerisch überlegen, konnte das aber lange nicht in zählbare Erfolge ummünzen. In der 25. Minute ein unnötiges Foul an der Strafraumgrenze und Krainz erzielte den Ausgleich für die Lustenauer. Nenzing versuchte über Konter zum Erfolg zu kommen, leider blieb es beim Versuch, denn der letzte Pass kam praktisch nie an. So hatten wir alle Hände voll zu tun, um das Remis in die Pause zu retten.

Auch nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Lustenau schnürte uns in der eigenen Halbzeit ein und unsere zaghaften Angriffsversuche wurden meist schon im Keim erstickt. Mit teilweise unverständlichen Fehlpässen und Fehlern brachten wir uns mehrmals in arge Verlegenheit und es war praktisch nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Treffer fallen würde.

In der 55. Minute war es aber soweit: Tiefenbach verwertete ein Zuspiel aus ca. 12 Metern und bezwang mit einem Flachschuss Torhüter Christoph Schallert. In der 78. Minute dann die Vorentscheidung, denn Tiefenbach erzielte nach einem weiteren groben Schnitzer unserer Mannschaft das 3 : 1. Damit war das Spiel gelaufen und Lustenau verwaltete ohne große Probleme die Führung bis zum Schlusspfiff. Die Amateure siegten hochverdient, denn unsere Mannschaft war viel zu zaghaft in ihren Bemühungen.  Ein bisschen Selbstvertrauen ist schon notwendig, um auch in der Fremde bestehen zu können – weil „z´tot  g´fürcht ischt o g´storba“

Nun gilt es bis zum nächsten Heimspiel unsere Mannschaft wieder aufzubauen und ihr den Glauben an die eigene Stärke einzuimpfen. Mit dem DSV erwarten wir  am nächsten Sonntag nämlich einen weiteren Spitzenklub bei uns in Nenzing.