25.03.2015

Lustenau gewinnt Krimi
und stellt auf 2:0

(EHC Alge Elastic Lustenau/Martin Stadlober) Viel Moral bewies am gestrigen Abend das Team des EHC Alge Elastic Lustenau beim zweiten Halbfinal-Schlager auswärts beim EK Zell am See. Trotz zweimaligem Rückstand konnten die Lustenauer immer wieder ausgleichen. In der vierten Minute der Verlängerung war es Thomas Auer der die zahlreich mitgereisten Fans jubeln ließ.

Mit viel Elan starteten die Zeller in das zweite Halbfinale gegen Lustenau und setzten in den ersten Minuten die Akzente. Wie beim ersten Spiel waren es die Zeller, die erstmals jubeln durften. Wiederum bedurfte es einem Überzahlspiel – Filip Vlcek nützte ein ideales Zuspiel von Jakob Lainer und ließ Lustenaus Torhüter Martins Raitums in der fünften Minute aus kürzester Distanz keine Chance. Mehr und mehr kamen in weiterer Folge auch die Lustenauer zu ihren Chancen. Eine Minute vor Drittelsende konnten auch die Lustenauer erstmals jubeln: Oskars Freimanis umkurvte da Gehäuse der Zeller und schob den Puck über die Linie. Mit diesem Spielstand ging es auch in die erste Drittelpause.

Im zweiten Spielabschnitt ging es in dieser sehr rassigen und schnellen Partie hin und her, wobei die Lustenauer mehr und mehr das Kommando auf dem Eis übernahmen. Die Zeller Eisbären waren jedoch in Kontern immer wieder gefährlich. In der 35. Minute gingen die Lustenauer Löwen erstmals in Führung. Nach tollem Zuspiel düpierte Christian Gmeiner den Zeller Torhüter und netzte zum 2 : 1 ein. Der Jubel der Lustenauer währte jedoch nur kurz. Nur rund 30 Sekunden später konnten die Zeller ausgleichen. In der 37. Minute dann der vermeintlich neuerliche Führungstreffer durch Lustenau. Doch dem Tor für Lustenau ging ein Foulspiel voraus. Anstatt der Führung für Lustenau folgte eine Powerplay-Möglichkeit für Zell am See, die sie jedoch ungenutzt ließen. Somit ging es mit einem 2:2 Unentschieden in die zweite Pause.

Im letzten Spielabschnitt war Lustenau die bessere Mannschaft auf dem Eis. Trotz spielerischer Überlegenheit wollte jedoch kein Tor folgen – ganz im Gegenteil: aus einem schnell vorgetragenen Konter in der 53. Minute überlistete Petr Vala Lustenaus Torhüter Raitums mit einem verdeckten Schuss. Lustenau drängte in weiterer Folge auf den Ausgleich und schnürte die Zeller im eigenen Drittel ein. Die letzten Minuten waren ein wahrer Krimi auf Zeller Eis. Trotz zahlreicher Chancen wollte und wollte die Scheibe nicht über die Torlinie. Rund 90 Sekunden vor Spielende riskierte Trainer Heikki Mälkiä alles und ersetzte im Powerplay Torhüter Raitums durch einen weiteren Feldspieler. Rund eine Minute vor Spielende verhinderte der Pfosten den verdienten Ausgleichstreffer für Lustenau. 21 Sekunden vor Spielende war es Lustenaus Kapitän Toni Saarinen höchstpersönlich, der den Zeller Torhüter überlistete und zum 3:3 Ausgleichstreffer einnetzte.

Nach einer Eisreinigung folgte dann die Verlängerung, in der die Lustenauer klar das Kommando auf dem Eis übernahmen. In der vierten Minute tankte sich Marco Zorec auf der rechten Seite durch und legte ideal auf Thomas Auer ab. Dieser schob dem Zeller Torhüter die Scheibe zwischen den Beinen in das Tor und ließ die rund 50 mitgereisten Fans jubeln. Somit konnte das Team des EHC Alge Elastic Lustenau in der Halbfinal-Serie auf 2:0 erhöhen. Das nächste Spiel, welches schon über den Aufstieg ins Finale entscheiden könnte, steigt bereits am kommenden Freitag um 19.30 Uhr in der Rheinhalle Lustenau.

EK Zell am See : EHC Alge Elastic Lustenau 3 : 4 n.V. (1:1 / 1:1 / 1:1 / 0:1)
Dienstag, 24. März 2015, Eishalle Zell am See, 1.592 Zuschauer
Torschützen EK Zell am See: Filip Vlcek (5. Min.), Fabian Stichauner (36. Min.), Petr Vala (53. Min.)
Torschützen EHC Alge Elastic Lustenau: Oskars Freimanis (19. Min.), Christian Gmeiner (35. Min.), Toni Saarinen (60. Min.), Thomas Auer (64. Min.)