21.02.2021

Absturz am Verteilerkreis

Trotz Pausenführung kassiert der SCRA bei der Wiener Austria eine deutliche 1:5 (1:0)-Auswärtspleite. Nach der Pause bekamen die Wiener viel zu wenig Gegenwehr und trafen eine halbe Stunde lang mit jedem Schuss aufs Tor.

Beim CASHPOINT SCR Altach standen erstmals die beiden Winterneuzugänge Neven Subotic und Csaba Bukta in der Startformation. Dazu kehrte der zuletzt verletzte Berkay Dabanli zurück in die Anfangs-Elf. Johannes Tartarotti und Daniel Nussbaumer schienen erstmals nach längerer Pause wieder im Spieltags-Aufgebot des SCRA auf.

Subotic und Dabanli bildeten gemeinsam das Bollwerk in der Innenverteidigung. Das erste Ausrufezeichen im Offensivbereich setzte dann Csaba Bukta nach sechs Minuten. Der blitzschnelle Ungare setzte sich im Dribbling stark durch, seine Flanke zur Mitte fand aber keinen Abnehmer. Die ersten Torschüsse verbuchten dann beide Teams in Minute 13. Erst versuchte es Maderner nach gutem Oum Gouet-Pass, auf der Gegenseite setzte Dominik Fitz eine Volley-Abnahme knapp neben das Tor von Martin Kobras. Einen Hauch von Gefahr gab es im Anschluss nach einer Freistoß-Variante der Austria, am Ende derer Christoph Monschein zum Kopfball kam. Der Austria-Stürmer brachte aber keinen Druck hinter den Ball und verfehlte das Altacher Tor.

Obasi trifft – SCRA vergibt höhere Führung

Es folgte die beste Altacher Phase im Spiel – eingeleitet mit einer absoluten Top-Chance. Casar steckte mit toller Übersicht durch für Daniel Maderner, der völlig freistehend vor dem Austria-Tor an Patrick Pentz scheiterte. Zwei Minuten später war es dann aber soweit. Wieder hatte Maderner seine Füße im Spiel. Diesmal agierte Altachs Nummer neun unfreiwillig als Vorlagengeber – Chinedu Obasi musste nach seinem scharfen Abschluss nur noch den Fuß zum 1:0 hinhalten.  

Und keine drei Minuten später hätte der SCRA beinahe nachgelegt. Nach einer tollen Eckballvariante kam Fischer am Sechzehner freistehend zum Abschluss. Pentz rettete die Austria mit einer ganz starken Parade vor dem zweiten Gegentreffer. Auch in Minute 37 war der Austria-Goalie zu Stelle, als Csaba Bukta am schnellsten schaltete und plötzlich alleine vor dem Tor der Veilchen stand. Auf der Gegenseite war der SCRA im Glück, als Jukics scharfes Freistoßgeschoss von der Sechzehnerkante die Querlatte streifte. Es ging mit der knappen Führung in die Pause.

Ausgleich aus Abseitsposition

Nicht mehr mit aus der Kabine kam dann Berkay Dabanli. Anderson ersetzte ihn, Stefan Haudum rückte in die Innenverteidigung und Samuel Oum Gouet auf die Position vor der Abwehr. Und es sollte keine 20 Sekunden bis zur ersten ganz kalten Dusche dauern. Dominik Fitz traf aus kurzer Distanz zum Ausgleich für die Veilchen. Dass Benedikt Pichler bei der Vorlage aus deutlicher Abseitsposition startete, entging dem Schiedsrichter-Gespann. Im direkten Gegenzug hatte der SCRA ebenfalls Pech, als Schösswendter einen Bukta-Abschluss von der Linie kratzte.

Es war der Beginn einer, von der ersten bis zur letzten Minute, völlig verkorksten zweiten Halbzeit. Der Altacher Esprit aus dem ersten Durchgang war verpufft und die Austria machte zunächst aus jedem Schuss auf das Altacher Tor einen Treffer. Erneut Dominik Fitz, Christoph Schösswendter und Manprit Sarkaria im Doppelpack sorgten innert einer halben Stunde für vier weitere Austria-Tore. Der SCRA hatte defensiv überhaupt keinen Zugriff mehr und ließ den Gegner teilweise nach Belieben kombinieren.

Karic sieht gelb/rot

Am Ende hätte das Ergebnis sogar noch höher ausfallen können. Martin Kobras und die Querlatte verhinderte aber einen sechsten Wiener Treffer. Dass Emir Karic in der Schlussminute die gelb-/rote Karte sah, war nur noch eine Randnotiz.

Am Ende steht ein ganz bitterer Nachmittag, der mit einer vielversprechenden ersten Halbzeit gut begonnen hatte, am Ende aber mit einer deutlichen Auswärtspleite endet.   

FK Austria Wien vs. CASHPOINT SCR Altach (0:1)
Samstag, 20.02.2021, 17:00 Uhr
Generali Arena, Wien

Tor: 0:1 Obasi (25.), 1:1 Fitz (46.), 2:1 Fitz (56.), 3:1 Schösswendter (68.), 4:1 Sarkaria (72.), 5:1 Sarkaria (75.)