20.04.2019

2:2! Das Ende verpatzt

Altachs Bester: Marco Meilinger

Bei Traumwetter und vor erfreulicher Kulisse (Sitzplätze ausverkauft) empfing der CASHPOINT SCR Altach am heutigen Ostersamstag den Rekordmeister Rapid Wien. Dank bärenstarker Leistung sah der SCRA schon wie der sichere Sieger aus, muss sich nach zwei späten Gegentreffern aber mit einem 2:2 (0:0) Remis begnügen. Trainer Alex Pastoor nahm im Vergleich zum Auswärtssieg vor Wochenfrist in Hartberg eine Änderungen in seiner Startelf vor, Emanuel Schreiner begann statt Emir Karic.

Rapid druckvoll

Die Rheindörfler konzentrierten sich darauf, defensiv gut zu stehen und mit schnellem Umschaltspiel dann beim Gegner für Unruhe zu sorgen. Die Hütteldorfer – ausgestattet mit viel Selbstvertrauen nach den drei Siegen in der Qualifikationsgruppe – waren spielbestimmend, ohne allerdings selbst zu wirklich zwingenden Abschlüssen zu kommen.

Der SCRA wurde nach einer knappen halben Stunde erstmals gefährlich. Meilinger trat eine Ecke zur Mitte, wo Netzer mit seinem Kopfball das Wiener Gehäuse allerdings verfehlte.  Nur wenige Augenblicke später kam die Kugel zu Berisha in den Strafraum, der das Spielgerät in dieser Szene nicht kontrollieren konnte. Dies war die bislang stärkste Phase im Spiel der Altacher.

32 Minuten waren absolviert, da hätte es fast mit der Führung geklappt. Berisha kam im Zentrum nach einer Hereingabe von rechts zum Abschluss, Strebinger verhinderte mit einem Reflex aber den Rückstand für die Gäste aus der Bundeshauptstadt. Allerdings gab es in dieser Phase auch schlechte Nachrichten für die Hausherren, Andi Lienhart konnte verletzungsbedingt nicht mehr weitermachen. Für ihn kam Simon Piesinger in die Partie, Samuel Oum Gouet rückte dafür auf die vakant gewordene Rechtsverteidigerposition.

Knapp sechs Minuten vor der Pause versuchte sich Schwab mit einem Distanzschuss, der sich gefährlich senkte, schließlich aber über dem Tor landete.  Bis zum Pausenpfiff gab es dann keine weiteren nennenswerten Gelegenheiten mehr, so ging es mit dem torlosen Remis in die Kabinen.

Die zweite Hälfte war gerade einmal zwei Minuten alt, da brannte es so richtig im Altacher Strafraum. Ein Hofmann-Kopfball landete am Pfosten, sprang zurück ins Feld. Dort hämmerte Zech die Kugel an die eigene Querlatte, ehe die Situation endgültig geklärt werden konnte.

Berisha mit der Führung

Die Ereignisse überschlugen sich nun, nach einem Murg-Abschluss war dann der SCRA mit dem nächsten Angriff an der Reihe. Meilinger zog ab, Strebinger wehrte vor die Beine von Berisha ab und der Angreifer hatte keine Mühe mehr, den Führungstreffer für Altach zu erzielen (51.).

Etwas mehr als eine halbe Stunde war absolviert, da sorgte erneut der Torschütze zum 1:0 für Gefahr. Nach einem Freistoß prüfte Berisha Gästekeeper Strebinger erneut, der Schlussmann parierte den Kopfball von Altachs Nummer 37 allerdings.

Zu Beginn der Rapidviertelstunde gab es Freistoß im Mittelfeld. Manfred Fischer sah, dass Strebinger etwas weit vor seinem Gehäuse stand und versuchte den Gästekeeper aus riesiger Distanz zu überwinden. Der Schlussmann war aber auf dem Posten und ließ sich nicht überraschen.

Meilinger erhöht

Die Uhr in der CASHPOINT Arena im Schnabelholz zeigte Minute 79 an, da erhöhte der SCRA auf 2:0. Nach einer starken Balleroberung von Piesinger im Mittelfeld, bediente Gebauer den mitgelaufenen Meilinger. Dieser zog ab, Strebinger war zwar noch dran, konnte den zweiten Gegentreffer allerdings nicht mehr verhindern.

Schock in der Nachspielzeit

Rapid warf in der Schlussphase alles nach vorne und kam durch den besten Akteur Thomas Murg in Minute 89. zum Anschlusstreffer. Leider brachten Netzer & Co den knappen Vorsprung nicht über die Zeit, der eingewechselte Pavlovic traf in der Nachspielzeit per Kopf zum 2:2-Endstand.

Kommende Woche warten nun die zwei wichtigen Duelle mit Tabellenschlusslicht aus Innsbruck. Am Dienstag steigt das Auswärtsspiel am Tivoli, am Samstag ist Wacker dann im Schnabelholz zu Gast.

CASHPOINT SCR Altach – SK Rapid Wien 2:2 (0:0)
Samstag, 20.04.2019, 17:00 Uhr
CASHPOINT Arena, 5.912 Zuschauer

Tore: 1:0 Berisha (51.), 2:0 Meilinger (79.), 2:1 Murg (89.), 2:2 Pavlovic (90.+3)


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