10.03.2016

Unschuldig schaut
wohl anders aus

ELRED FAISST | Maria Sharapowa hat die Tenniswelt aus den Angeln gehoben. Mit einer positiven Dopingprobe, hinterher dann mit einem vergesslichen Geständnis. Das Vergehen der schönen Russin passt gar nicht in eine Dopinggeschichte, die man sich gemeinhin so vorstellt. Dazu ist das Tennisbeauty viel zu hübsch, viel zu erfolgreich. Und offensichtlich intelligent genug oder gut genug beraten, um der Sportöffentlichkeit die nette Geschichte vom Überlesen aufzutischen.

Dass so nebenbei schon einige russische Sportler mit der gleichen Substanz positiv getestet wurden, lässt Sharapowa in ihrer Erklärung unter den Tisch fallen. Die Erklärung könnte aber lauten: Die Substanz Meldonium wurde von russischen Sportlern systematisch verwendet. Blöd für Sharapowa, denn damit führt sich die „Überlesens-Aussage“ ad absurdum. Selbst wenn es wirklich so gewesen sein sollte. Dann war es zumindest großes Pech für Sharapowa, mitten in einem Doping-System sozusagen zu Hause gewesen zu sein.


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