12.03.2019

AN DEN PRANGER GESTELLT

Ob es Absicht war oder nur ungeschickt, ist nicht von großer Bedeutung. Dass sich der SSV Schoren von vier Spielerinnen getrennt hat, ist ein im Sport normaler Vorgang. Dass die Namen der für Spesen spielenden Amateurinnen, die allesamt einem „bürgerlichen“ Beruf nachgehen, im Zusammenhang mit disziplinären Verfehlungen öffentlich gemacht wurden, ist schon ein starkes Stück. Und hat für die vier Damen auch unangenehme Nebenwirkungen. Denn die eine oder andere musste ihrem Arbeitsgeber erklären, warum der Sportverein sie „hinaus geschmissen“ hat. Mehr Gefühl für die Situation wäre durchaus angebracht gewesen. Dass im Vorstand des SSV ohnehin nicht alles eitel Wonne ist, zeigt die Tatsache, dass unmittelbar nach dem „Rausschmiss“ der „Übertäterinnen“ drei Funktionäre ihre Tätigkeit beendet haben. Einigkeit schaut anders aus, mit der Art und Weise, wie mit den Spielerinnen umgegangen wurde, waren offensichtlich nicht alle einverstanden. Dass Sportler an den Pranger gestellt werden, ist offensichtlich eine – wenn auch unmoralische – Zeiterscheinung, die schnellstens wieder abgeschafft gehört.

 

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