23.11.2021

Klatsche im Geisterspiel I

Nach neun Niederlagen wollte der Dornbirner EC die Negativserie beenden, konnte es aber nicht. Die Gründe waren vielschichtig. Zum einen fehlten mit Spencer, Häußle, Kandemir, Ruzicka und Zitz gleich fünf wichtige Akteure. Zum anderen spielten die Bulldogs in Abwehr und Angriff viel zu körperlos, um den Villacher auch nur irgendwie beikommen zu können. Nach dieser trostlosen Vorstellung wird man sich in Dornbirn Fragen stellen müssen. Manager Alexander Kutzer hatte zuletzt klar festgestellt, dass an Trainer Kai Suikkanen nicht gerüttelt wird. Bei einigen Spielern sind aber Gedanken über deren Einstellung zum Sport und damit auch über eine Zukunft in Dornbirn angebracht. Klar ist: Handeln müssen die Bulldogs jetzt – bevor man demnächst hilflos am Tabellenende herumkrebst.

Im ersten Abschnitt hatte Vandane mit einem Lattenhammer (16.) viel Pech. Zuvor scheiterten Macierzynski (3.) und Saarinen (4.) aus kurzer Distanz. Die Villacher war deutlich effektiver. Zwei Chancen – ein Tor: Zuerst vergab Hughes (9.) allein gegen Madlener, drei Minuten später tauchte Richter vor dem DEC-Keeper auf und schlenzte den Puch per Backhand in die Kreuzecke – 0:1 (12.).

Ab dem zweiten Drittel waren die wegen der Pandemie ausgesperrten Bulldogs-Fans „die Sieger“. Es begann mit klaren Vorteilen für die Gäste, Krastenbergs verzog knapp am Tor vorbei (25.). Noch in der gleichen Minute fiel der Ausgleich – aus heiterem Himmel. Saarinens Querpass verwandelte Hancock zum 1:1. Dieser Treffer sollte sich als Strohfeuer entpuppen. Nur zwei Minuten danach gingen die Villacher nach bösenm Abwehrpatzer durch Hughes wieder in Führung. Die erste Strafe im Spiel – sie betraf Dornbirns Pöschmann – nutzten die Gäste durch Collins zum 3:1. Zu diesem Zeitpunkt lief das Spiel schon längst wie auf einer schiefen Ebene in Richtung DEC-Tor. Noch im zweiten Drittel sorgten Lanzinger nach gutem Zuspiel von Richter für das vorentscheidende 4:1 und Zauner per Weitschuss für das 5:1.

Ein Blueliner von Davis Vandane (45.) zum 2:5 und ein Pfostenschuss von Suhonen (56.) eröffneten das letzte Drittel, in dem die Dornbirner wenigstens Moral zeigten. Dass der Rückstand nicht mehr aufzuholen war, war ohnehin klar. Krastenbergs erzielte den sechsten Treffer der Villacher. Die Schlusssirene nach 60 Minuten „erlöste“ die Bulldogs nach einer insgesamt dürftigen Vorstellung von den Qualen der Unterlegenheit.


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