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25.04.2018

Alfred Tatar: "Das ist
alles ein Gemurkse!"

SC Wiener Neustadt – SC Austria Lustenau 2:2 (1:1)
Schiedsrichter: Gerhard Grobelnik
Stimmen von Sky Sport Austria


Roman Mählich (Trainer SC Wiener Neustadt):
…über das Spiel: „Wir wollten natürlich dieses Spiel unbedingt gewinnen. Dem Sieg trauere ich heute schon ein etwas nach. Von der Einstellung, der Disziplin, vom Läuferischen, der Bereitschaft das Spiel zu drehen, war das alles in Ordnung. Aus meiner Sicht haben wir im Prinzip beide Anfangsphasen bei beiden Spielhälften total verschlafen. Ich bin eher enttäuscht ob der Leistung. Ich habe mir vorgestellt, dass wir heute noch dominanter auftreten können, auch bessere Torchancen herausspielen können, dass wir uns, was das Fußballerische angeht, besser in Szene setzen können. Das ist uns nur teilweise gelungen. Die Konzentrationsschwächen, jeweils zu Beginn der Halbzeiten, tun dann halt weh.“
 
...vor dem Spiel über den gestrigen Sieg der Rieder und was das für seine Mannschaft bedeutet: „Es ist komplett egal. Wir haben das überhaupt nicht thematisiert. Wir halten es wirklich so, und ich glaube das ist das einzig Richtige in der Situation, dass wir nur mehr auf uns schauen, nicht links, nicht rechts, nicht was in der Vergangenheit war, nicht was vielleicht in ein paar Wochen sein wird. Es zählen für uns nur diese kommenden neunzig, fünfundneunzig Minuten gegen starke Vorarlberger. Nur das zählt.“
 
Hamdi Salihi (SC Wiener Neustadt):
...darüber, ob man mit dem Punkt zufrieden sein kann: „Nein, man kann nicht zufrieden sein, weil wir jetzt in einer Phase sind, wo man jedes Spiel drei Punkte holen muss, egal gegen wen wir spielen. Im Fußball ist es so. Du kriegst die Punkte nicht, wann du willst. Du musst mehr kämpfen, dann kriegst du die Punkte. Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht und, ich glaube, alles probiert, aber es ist nicht gegangen. Wir schauen weiter. Wir sind noch da. Auch wenn wir es nicht wollen, müssen wir jetzt auch ein bisschen auf die Tabelle schauen. Aber wenn wir nicht unsere Punkte kriegen, ist es egal was die anderen machen.“
 
...darüber, ob er Dossou bei seinem ersten Treffer gefoult hat: „Im Spiel war es ganz schnell und jetzt habe ich es im Fernseher gesehen. Hier schaut es nach viel aus, aber im Spiel war es ganz wenig Kontakt. Man kann auch Foul geben. Der Schiri hat so entschieden.“
 
Ivan Ljubic (SC Wiener Neustadt):
…über das Spiel: „Ich finde das Unentschieden sehr schade für uns. Ich glaube wir haben heute sehr viel investiert. Wir sind leider zweimal in Rückstand geraten und haben uns aber stark zurückgekämpft. Am Ende hat es leider nicht gereicht, aber mit der Leistung können wir, glaube ich, zufrieden sein. Ich glaube es ist noch nichts verloren. Wir haben jetzt noch sechs Spiele. Am Freitag spielen wir jetzt in Hartberg. Jetzt heißt es gut erholen und dann in Hartberg zuschlagen.“
 
Gernot Plassnegger (Trainer SC Austria Lustenau):
…über das Spiel: „Die Jungs haben es heute wirklich absolut verdient. Sie haben alles reingehaut was sie hatten. Ich bin ganz stolz auf sie. Ich habe in der Halbzeit das Ganze ein bisschen umgestellt, weil wir dann einfach zu viele Räume hatten, die wir nicht verteidigen konnten. Das haben sie zweite Halbzeit wirklich sehr gut gemacht. Wir hatten noch die eine oder andere Möglichkeit. Mit ein bisschen Glück hätten wir vielleicht gewonnen, aber wir sind jetzt nicht mit dem Punkt unzufrieden.“
 
...über die langwierige Geschichte mit seiner Zulassung zum UEFA-Prolizenzkurs: „Dazu sage ich nichts mehr.“
 
Alfred Tatar (Sky Experte):
…über das Spiel aus Sicht der Wiener Neustädter: „Es hat deshalb nicht gereicht, weil Lustenau nicht versucht hat mit wenig Aufwand wieder heil nachhause zu kommen. Trotzdem sollte man jetzt nicht unbedingt den Kopf in den Sand stecken. Zu glauben, ich habe heute zwei wichtige Punkte verloren, wenn man das in den Köpfen lässt, dann ist das kein guter Start für das nächste Spiel. Daher muss man das abhaken. Solche Spiele passieren. Man kann zuhause gegen Lustenau auch einmal nur einen Punkt holen. Das nächste Spiel ist entscheidend, nicht, über das jetzige zu weinen.“
 
...über Plassneggers Antwort auf die Frage zum UEFA-Prolizenzkurs: „Ich verstehe ihn auf jeden Fall, weil, wenn praktisch jedes Interview mit dieser Fragestellung beginnt oder endet, dann hängt dir das sicher irgendwann zum Hals raus. Ich denke allerdings, und da muss ich den Willi Ruttensteiner im Nachhinein jetzt ein wenig in die Pflicht nehmen, man hätte das Problem ganz einfach gelöst. Ganz einfach, erst dann, wenn du im Besitz des Scheines bist, darfst du in der jeweiligen Leistungsstufe trainieren und nicht, wenn du schon den Kurs machst. Wenn du jetzt Auto fahren willst, dann darfst du auch erst, wenn du den Schein hast und nicht, wenn du schon den Kurs machst. Da hat der Willi Ruttensteiner aus meiner Sicht versagt. Er hat das alles verwässert und jetzt hat man die Malaise. Das ist alles ein Gemurkse.“
 
...über den Treffer von Jodel Dossou: „Was in dieser sehr schönen Aktion von Dossou bemerkenswert ist, das Dribbling gegen die Laufrichtung ist ihm immer ein probates Mittel um seinen gegnerischen Spieler ins Leere laufen zu lassen. Dossou hat hier eine hervorragende Einzelleistung gezeigt.“
 
...vor dem Spiel über die Torflaute von Salihi: „Wir haben ja im Herbst gesehen, dass Salihi praktisch aus einer Nullchance ein Tor gemacht hat. Da, wo er aufgetaucht ist, hat es sofort Toralarm gegeben. Jetzt mit der Wintervorbereitung hat er irgendwie den Faden verloren. Vielleicht war er auch durch Krankheiten und Verletzungen in seiner physischen Ausbildung ein wenig zurückgeworfen. Er scheint mir unter Anführungszeichen nicht in der Fitness zu sein, die er noch im Herbst hatte. Jetzt sind natürlich andere gefordert das zu übernehmen, was Salihi bisher geleistet hat. Ebenhofer hat sich da, aus meiner Sicht, besonders hervorgetan. Ljubic zieht jetzt noch nach.“