10.01.2022

Weltmeisterschaften
in Lillehammer

Die internationale Paraski-Elite steht vor einer Premiere: Die Weltmeisterschaften in Lillehammer/Hafjell (NOR) von 12. bis 23. Jänner sind die ersten, bei denen alle Sparten gemeinsam antreten. Österreich ist dabei in den alpinen und nordischen Bewerben sowie im Biathlon und Snowboard vertreten.    
     
Neben den Paralympics nun an einem zweiten Multisport-Event teilzunehmen, sei laut Alpin-Cheftrainer Markus Gutenbrunner eine besondere Situation. „Das Flair in Lillehammer und Hafjell ist super. Athleten und Betreuer freuen sich auf dieses gemeinsame Ereignis." Auf die Titelkämpfe mussten die Paraski-Asse ein Jahr länger warten als geplant, denn coronabedingt war die WM im Vorjahr verschoben worden. Heuer machen umfangreiche Eindämmungsmaßnahmen eine Durchführung des Großevents möglich. Im Zweitagesrhythmus werden Testungen durchgeführt.   

Mit den Gegebenheiten vor Ort konnte sich das ÖSV-Team bereits vertraut machen. „Der erste Eindruck ist sehr gut. Alle fühlen sich wohl und es ist wunderbar winterlich", schildert Gutenbrunner. Mit den Schneebedingungen kommen die Österreicher gut zurecht. Die Zielsetzung ist eindeutig: Medaillen in allen Kategorien. „Das ist unser Anspruch, deswegen sind wir hergefahren", so der Coach. In welchen Disziplinen die Chancen besonders groß sind, hänge von der Behinderungsklasse ab. Bei den stehenden Athleten sind die Erwartungen des Trainers im Speedbereich am höchsten. Hinzu kommen die bereits in der bisherigen Saison starken Leistungen der Sehbehinderten, die insbesondere in den technischen Disziplinen überzeugt haben.    
    
Barbara Aigner und ihr Zwillingsbruder Johannes (sehbehindert) fuhren in diesem Winter bereits Weltcupsiege ein und zählen aus österreichischer Sicht zu den heißesten Eisen. Ein weiterer Saisonsieger erlitt kurz vor Beginn der WM allerdings einen Rückschlag. Michael Scharnagl (sehbehindert), Super G-Sieger beim Heim-Weltcup in Steinach am Brenner, kam beim Training in Hafjell zu Sturz und verletzte sich dabei unbestimmten Grades am Knie. Zur Abklärung ist er inzwischen nach Österreich heimgekehrt und fällt für die Titelkämpfe in Norwegen aus.    
     
In den nordischen Bewerben ist Österreich durch die Langläuferin Carina Edlinger (sehbehindert) vertreten. Die Salzburgerin wird auch die Biathlon-Wettkämpfe in Angriff nehmen. Einziger rot-weiß-roter Beitrag bei den Snowboardern ist der Tiroler Rene Eckhart.    
   
ÖSV-Aufgebot
    
Ski Alpin    
Damen: Barbara Aigner mit Guide Klara Sykora, Elina Stary mit Guide Celine Arthofer (beide sehbehindert)    
Herren: Johannes Aigner (Guide: Matteo Fleischmann), Thomas Grochar, Markus Salcher, Nico Pajantschitsch (alle stehend), Markus Gfatterhofer, Roman Rabl (beide sitzend)    
    
Ski nordisch (Langlauf) und Biathlon:    
Damen: Carina Edlinger   


   

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