21.09.2017

Schiessen: „Hören,
was andere sehen“

Heuer fand in der Woche vom 12. bis zum 16. September der zweite Alpine Cup in Innsbruck statt. Mit diesem Event machten die 28 blinden und sehbehinderten Schützinnen und Schützen aus 14 Nationen einen riesigen Schritt in Richtung Paralympics. Denn: Anwesend war auch Ferrol Van Hoefen vom International Paralympics Comitee (IPC), der das Regelwerk inspizierte und so anpasste, dass die beeinträchtigten SchützInnen voraussichtlich 2024 ihren ersten Demobewerb bei den Paralympischen Spielen schießen können. Organisator Patrick Moor, Fachreferent des ÖBSV, zeigt sich zufrieden: „Es ist unglaublich, was der Schießsport für Blinde und Sehbehinderte in den letzten Jahren für Fortschritte gemacht hat.“ Die Organisatoren und Mitwirkenden können auf einen fairen Wettkampf zurückblicken und gehen den Weg zu den Paralympics motiviert weiter. „Jetzt heißt es weiterarbeiten und dranbleiben!“, so Patrick Moor.

Blinde und sehbehinderte Schützen zielen mittels einer Visiereinrichtung, die im Grunde aus einer einfachen Hochgeschwindigkeitskamera besteht. Eine Software wandelt die Position des Gewehres auf der Zielscheibe in ein akustisches Signal um, anhand dessen sich die Sportler orientieren und ähnliche Leistungen wie Sehende Menschen erzielen können. Dieses System wird auch zunehmend für Schützen im höheren Alter interessant, deren Sehkraft sinkt, die aber dem Schießsport nicht den Rücken kehren wollen. 


Die anschließenden Ergebnisse wurden alle samt auf die kleiner Gewehrscheibe geschossen. Diese Scheiben werden auch bei den zukünftigen Paralympic Bewerben verwendet.

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